Munitionssprengungen töten Schweinswale in der Ostsee

Untersuchungen an toten Schweinswalen aus der Ostsee zeigen, dass die ungeschützte Sprengung von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg den Tieren tödliche Verletzungen zufügt.
Untersuchungen an toten Schweinswalen aus der Ostsee zeigen, dass die ungeschützte Sprengung von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg den Tieren tödliche Verletzungen zufügt.
Foto: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
29.01.2022

Munitionssprengungen töten Schweinswale in der Ostsee

Munitionssprengungen gehören zu den schlimmsten Bedrohungen für die Meeressäuger. Wie die Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover berichten, führen die Detonationen zu extremen Schallbelastungen der empfindlichen Echoortungsorgane. Im Nahbereich sind sie tödlich, und in weiten Entfernungen verursachen sie große Schäden: Die Tiere verlieren die Orientierung, können weder Beute fangen noch kommunizieren.

Daneben gefährdet nicht nur der Klimawandel Deutschlands einzige Walart. Die Schifffahrt und Fischerei, die Erkundung von Ölvorkommen im Meer mit Schallwellen und der Bau und Betrieb von Offshore-Windanlagen tragen auch dazu bei.

Untersuchungen an 24 toten Schweinswalen aus der Ostsee zeigen bei zehn Tieren, dass ihre tödlichen Verletzung auf  Unterwasserexplosionen durch ungeschützte Sprengung von Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg stammen.

Links
https://www.tiho-hannover.de/universitaet/aktuelles-veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detail/schweinswale-durch-unitionssprengungen-verletzt

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